Projektbeschreibung

Ein Bachelor Projekt

Dieses Projekt ist Teil der Veranstaltung Bachelor Projekt des Studiengangs Wirtschaftsinformatik und Informatik und erstreckte sich im Zeitraum von März 2017 bis Januar 2018. Die Projektarbeit fand hierbei in Kooperation mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM) statt. Zudem führen wir das Projekt unter dem Namen Projekt Fovea.

Es existiert eine Vielzahl an Museen, welche eine Vielfalt von Artefakten beherbergen und der Öffentlichkeit präsentieren, aber mit dem digitalen Zeitalter ergeben sich für die Museen viel mehr Möglichkeiten ihre Artefakte u.a. für die BesucherInnen zu präsentieren oder der Wissenschaft zugänglich zu machen. Hierbei ist der Bezug zur 3D Digitalisierung der Artefakte gemeint. Mittels der Digitalisierung könnten MuseumsbesucherInnen die Ausstellungsstücke ganz anders erleben, sei es z.B. durch Lernspiele mit den Artefakten, das Ausdrucken eines 3D Modells oder der 3D Visualisierung der Objekte so, um diese genauer aus allen Blickwinkeln betrachten zu können. Aber auch die Wissenschaft kann durch die Digitalisierung dieser Objekte einen Mehrwert daraus ziehen. So können beispielsweise die Artefakte für die Ewigkeit aufbewahrt und ggf. rekonstruiert werden.

Bisher nutzen nur wenige Museen die Möglichkeiten der 3D Digitalisierung (siehe z.B. The British Museum), was u.a. auch an der Schwierigkeit der digitalen Erfassung der Artefakte liegt. Zwar gibt es verschiedene Methoden, wie Laserscanning oder Photogrammmetrie, um diese Objekte zu erfassen, allerdings bergen Szenarien, wie reflektierende Oberflächen oder feine Details (z.B. Takelagen) der Artefakte, große Probleme bei der Erfassung. Heutzutage werden solche Objekte durch die Kombination verschiedenster Methoden und Softwarealgorithmen digitalisiert, was auch sehr kostspielig sein kann.

Das Deutsche Schiffahrtsmuseum möchte nun ihre Schiffsmodelle digitalisieren. Hierfür hat das Museum im Rahmen des Projekts einen wissenschaftlichen Mitarbeiter beauftragt, um zu analysieren mit welchen Methoden und Aufwand usw. dies dort ermöglicht werden könnte. So haben wir mit dem DSM und somit auch speziell mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter eng zusammengearbeitet. Dabei war unser primäres Ziel während der Projektarbeit (soweit möglich) einen automatisierten Prozess zur 3D Digitalisierung der Schiffsmodelle über Open Source Produkte zu schaffen und das möglichst ohne manuellen Eingriff in diesen Prozess. Idealerweise werden die digitalisierten Modelle dabei am Ende des Prozesses z.B. direkt auf einer Webseite präsentiert. Darüber hinaus wollten wir anhand von einigen Artefakten vorführen, was mit dem digitalisierten Objekt noch möglich ist bzw. welche Möglichkeiten dem DSM dadurch noch geboten werden. Konkrete Anwendungsszenarien wurden im Laufe der Projektphase prototypisch entwickelt.

Für die Projektarbeit haben wir die bisher erlernten Inhalte aus dem Studium anwenden und verschiedene Methoden und Techniken miteinander kombinieren, sowie uns neue Techniken aneignen und miteinbeziehen können. Unsere 3D Objekte, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden dürfen, haben wir in der Rubrik Galerie hochgeladen.

Unser sowie weitere studentische Bachelor Projekte wurden schließlich am Tag der Informatik im Januar 2018 hier in der Hochschule Bremerhaven vorgestellt.